Leichter und besser mit Sorgen umgehen

Geschrieben von:

Leichter mit Sorgen umgehen und Lösungen finden

Oft ist es einfacher als man denkt, Lösungen zu finden und die Sorgen los zu werden. Manchmal muss man nur winzig kleine Hilfsmittel anwenden. Dieser Artikel zeigt einen Weg auf und liefert auch ein Arbeitsblatt mit. Du musst es nur TUN, damit es getan ist. Goethe sagt: “Erfolg hat drei Buchstaben – TUN!”

Guten Morgen, liebe Sorgen, seid Ihr auch schon alle da?

— Liedzeile von Jürgen von der Lippe —

Sorgen sind enorme Kraftfresser. Sorgen um die Kinder oder andere Familienmitglieder. Sorgen um Haustiere. Sorgen um die Gesundheit. Sorgen um den Job. Sorgen um die Zukunft. Sorgen um die Finanzen. Und… und… und…

Aber:
Um das Leben selbst sollte man sich eigentlich nicht so viele sorgen machen, man kommt hier sowieso nicht lebend raus 🙂

Das Schlimme an Sorgen ist, dass sie sich vermehren, wenn wir unseren Fokus zu sehr auf sie richten. Ebenso wenn wir versuchen sie krampfhaft und mit aller Gewalt loszuwerden. Wenn wir uns sorgen, machen wir uns Gedanken über etwas, das noch nicht eingetreten ist, etwas, das in der Zukunft liegt. Und wenn wir schon einmal dabei sind, uns Sorgen über eine Sache zu machen, dann finden wir ganz oft gleich noch ein Dutzend anderer Bereiche in unserem Leben, über die wir uns auch sorgen können. Und so entsteht schnell ein massiv drückender Sorgenberg.

Nochmal:
Wir sind im JETZT und machen uns Sorgen über etwas in der ZUKUNFT. Das tun wir ständig weiter bis es eintrifft. Haben Sie schon einmal etwas von selbst erfüllenden Prophezeiungen gehört? Sorgen passen in genau diese Kategorie.

Wenn wir uns Sorgen machen, drehen wir uns im Kreis und das immer und immer wieder. Das ist es, was viel Energie kostet: Wir können mit der Energie nicht wirklich etwas erreichen.

Was also tun? Wie sieht die Lösung aus? Was lässt die Sorgen verschwinden?

Gedanken sind Weichenstellungen

Sorgen haben etwas bedrohliches an sich. Im Grunde genommen sind die Gründe zwar rational zu verstehen, die damit verbundenen Ängste in der Regel jedoch diffus. Deshalb ist es vor allem erforderlich, Klarheit zu schaffen. Vielleicht hast du schon mal den folgenden Satz gehört. “Beachtung bringt Verstärkung!”. Das bedeutet, dass das worauf ich meine Gedanken und meinen Fokus richte, die Eigenschaft hat, sich zu verstärken und Gleiches anzuziehen. Deshalb ist es auch nicht möglich, Sorgen aufzulösen, indem du dich mit den Sorgen an sich beschäftigst. Sorgen lassen sich nur auflösen, wenn du dich mit der Lösung beschäftigst. Deshalb heißt es ja auch auf-lösen und nicht auf-sorgen.

SchienenStelle dir bitte vor, dass deine Gedanken wie ein Zug sind, der über ein riesiges Schienennetz fährt. Jeder Gedanke ist eine Weiche und bringt den Zug in die Richtung, in der deine Gedanken gehen. Entweder in Richtung Sorgen oder in Richtung Lösung. Du kannst dieses Beispiel wörtlich nehmen. Denn die Qualität deiner Gedanken bestimmt wiederum die Qualität deiner Aktionen, Handlungen und der weiteren Gedanken. Bist du ganz in deinen Sorgen gefangen, so bist du gelähmt und unfähig etwas zu tun. Die Spirale geht nach unten. Selbst wenn du auf dem Weg zur Lösung nur ganz winzige Schritt nach vorne kommst, so ist der Unterschied nach 30 Tagen oder drei Monaten gewaltig. Denke immer daran, dass die nächsten 30 Tage und drei Monate so oder so vorbei gehen. Die Frage ist, was DU in dieser Zeit geändert hast, welche Weichen DU in DEINEM Kopf auf die Lösung gestellt und ausgerichtet hast.

Als erste Empfehlung kann ich folgendes mit auf den Weg geben:
Werde dir bewusst, dass deine Gedanken die Ursache sind für das was in Zukunft weiter passieren wird.

60.000 Gedanken täglich

60000GedankenTaeglichDurchschnittlich hat der Mensch etwa 60.000 Gedanken pro Tag. Die meisten davon sind jedoch unbewusster Natur, nämlich etwa 95%. Diese unbewussten, automatisierten Gedanken sind problematisch wenn es sich um destruktive oder negative Gedanken handelt. Im Buddhismus spricht man von inneren Strömen.

Gedanken die immer wieder gedacht und wiederholt werden, festigen sich als Überzeugungen und Glaubensmuster und setzen sich im Unterbewusstsein fest. Aus Gedanken werden somit automatische Strukturen, auf die man ab diesem Zeitpunkt keinen direkten, bewussten Einfluss mehr nehmen kann.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass dies in keiner Weise schlecht oder negativ ist. Ganz im Gegenteil. Es ist eine überaus praktische, Energie sparende und effektive Methode damit man Zeit für das Wesentliche hat. Das einzige Problem ist es, wenn man sich zerstörerische, destruktive und behindernde Programme installiert haben. Denn für unser Unterbewusstsein ist es völlig egal was wir dort hineinpflanzen. Das Unterbewusstsein ist eine völlig neutrale Ausführungsebene, ähnlich einem Computer. Das was dort als Programm vorhanden ist und gestartet wird, wird ausgeführt. In dieser Hinsicht kann man die Funktionsweise des Unterbewusstseins sehr gut mit dem eines Computers vergleichen.

Im Englischen gibt es einen schönen Ausdruck dafür:
Garbage in – garbage out.

oder auf Deutsch:
Müll hinein – Müll heraus.

Das Problem – Sie werden von Ihren unbewussten Gedanken gesteuert

99ProzentAllerEntscheidungen99% all deiner Entscheidungen werden nicht von dir gefällt. Deine internen und im Unterbewusstsein vorhandenen Programme fällen sie und DU glaubst dann, DU hättest sie selbst gefällt.” Studien zeigen ganz deutlich auf, dass unmittelbar bevor wir eine bewusste Entscheidung treffen, in unserem Gehirn beachtliche Aktivitäten ablaufen. Die Entscheidung ist bereits gefallen, bevor wir dies bewusst äußern. Die Ebenen, auf denen Entscheidungen getroffen werden sind viel unbewusster als wir dies glauben.

Die erste und wichtigste Aufgabe besteht darin, sich dieser unbewussten Gedankenstrukturen wieder bewusst zu werden. Bewusstheit ist wie eine Taschenlampe, die Licht ins Dunkel bringt. Dafür gibt es ein kraftvolles Werkzeug. Dieses Werkzeug wird genutzt indem man Gedanken, Gedankenstrukturen und Glaubenssätze zu Papier bringt und aufschreibt.

Die Lösung – “Aufschreiben”

Gehe mit deinen Sorgen schriftlich um. Dadurch wird das Diffuse aufgelöst und es entsteht Klarheit. Man sagt auch: “Nenne das Kind beim Namen!”. Nimm dir Stift und Papier und notiere deine Sorge(n). Formuliere ganz klar, was der Grund deiner Sorge ist und welche Bilder du für die Zukunft siehst, die dir Sorgen machen. Notiere auch Begleitsorgen, die dir zusätzlich in den Sinn kommen.

ACHTUNG! Falls DU dies nicht jetzt sofort umsetzt, bist du bereits in der ersten Falle hängen geblieben. Was Du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen!

Schreibe dir JETZT folgendes auf:

  • Was ist der Grund der Sorge?
  • Welche Sorgen sehe ich für die Zukunft?

Es ist nun die Zeit der Aktivität, der Zeit die Sorgen zu vertreiben. Wenn du alles klar auf dem Papier stehen haben, kannst du dich fragen, was du konkret tun kannst, um einen negativen Ausgang unwahrscheinlicher zu machen. Beantworte zum Beispiel folgende Fragen:

  • Was habe ich schon getan, damit xyz nicht eintrifft?
  • Halte ich meine Entscheidungen, die ich bisher in der Sache getroffen habe, für richtig oder möchte ich etwas anderes tun?
  • Was kann ich z.B. noch anderes tun, damit xyz nicht eintrifft?
  • Weiß ich genug, um entscheiden zu können, was getan werden muss?
  • Wo kann ich Informationen erhalten, um die Situation besser einschätzen zu können?
  • Wen kann ich um Rat und Hilfe bitten?

Mit solchen Fragen holst du dich selbst aus dem Zukunftsdenken in die Gegenwart. Das ist wichtig, weil du nur im Hier und Jetzt etwas tun kannst. Ob du z.B. irgendwann an einer schweren Krankheit leiden wirst, kannst du jetzt nicht wissen. Du kannst nur versuchen, sich gesund zu ernähren, dich ausreichend zu bewegen und genug zu schlafen. Du kannst heute nicht wissen, ob du tatsächlich deinen Job verlieren wirst, aber wenn du das befürchtest, kannst du heute Entscheidungen treffen. Du kannst z.B. Die Entscheidung treffen, dir zusätzliche Fähigkeiten für deinen Beruf anzueignen um besser gerüstet zu sein und dich von den anderen positiv abzuheben. Oder du schaust sich schon einmal auf dem Arbeitsmarkt um, nach etwas, dass dir mehr Perspektiven bietet.

Und wenn du all das bearbeitet hast, gilt es los zu lassen. Wir können unsere Sorgen manchmal nicht jetzt sofort lösen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir sie morgen oder in Zukunft nicht lösen können. Dies ist eine ganz wichtige Einsicht, welche dir enorme Kraft geben kann. Du kannst jedoch in JEDEM Augenblick die Weichenstellung bestimmen. Und manches wird sogar besser werden, als wir es uns jetzt erträumt haben. Wichtig ist immer wieder, ins Hier und Jetzt zurückzukehren, um hier und jetzt handlungsfähig zu bleiben.

Was bringt es dir?

Du wirst deine Gedanken von den Problemen und Sorgen auf die Lösungen und gewünschten Ergebnisse ausrichten. Du wirst dich erleichtert fühlen. Du wirst die Hoffnung wieder spüren, das Licht am Ende des Tunnels. Wenn du diese Übung mehrmals durchführst wirst du dich deutlich besser fühlen.

Arbeitsblatt zum Download

Damit du die Übung leichter durchführen kannst, habe ich ein Arbeitsblatt vorbereitet. Dieses kannst du gleich hier kostenlos herunter laden.

link-template-default-ext

Empfehlung

Informieren dich über die Möglichkeiten, direkten und positiven Einfluss auf dein Unterbewusstsein zu nehmen und neue und fördernde Programm zu erschaffen. Lesen dir die Artikel über die Binauralen Beats durch, die es hier im Blog gibt.

0

Über den Autor:

Andreas Bernknecht: Spiritual Teacher & Coach, Lebensberater, Seminarleiter für Freiheit im Denken, Handeln und Leben mit dem Ziel durch Freude und Liebe eine neue Dimension für mehr Lebensqualität für viele Menschen zu erlangen.

Schreibe einen Kommentar